Trauma & Paare

„Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis liegt darin begründet, dass der Unterschied in der Praxis noch grösser ist, als er in der Theorie der anfänglichen Verliebtheit angenommen wurde!"

 

Nach wie vor gelten hier beim Anbandeln einfache Regeln:

  • "Gleich & Gleich" gesellt sich gerne... - oder aber genau das Gegenteil
  • "Das was ich so sehr vermeiden wollte" - das kommt zu mir

Im Grunde genommen wissen wir beinahe alle - wie wir uns "verbandeln" - ohne darüber nachzudenken, ob das nun gut oder schlecht ist - und ohne zu wissen, wie wir uns im Falle des Falles wieder "entbandeln", also trennen. Die Ehen unserer Eltern wurden oft um "jeden", zumindest häufig um einen hohen Preis aufrecht gehalten - worunter so manche Kinder schon gelitten haben - verständnislos, wie die Eltern das aushalten konnten und nun ist das dann andersherum - den verheirateten Eltern fehlt es an Verständnis für die sich trennenden Kinder. Also, wen fragen - bei einer Trennung?

Darüber hinaus haben wir häufig eine ganz genaue Vorstellung (bayerisch: "Moana"), wie eine Partnerschaft so funktionieren soll und auszusehen hat - in der Verliebtheit kommt es dann zum hormonellen Knall wie an Silvester - und dann, wenn die Hormone wieder abflauen, ab dann ist es so, dass die eigenen Eltern ganz schnell eine Rolle spielen - in Form von Projektionen und Vorwürfen, die mit Dingen, die man als Kind gerne mal den Eltern gesagt hätte - zu tun haben.

„Die beste Grundlage für eine glückliche Beziehung ist...

- lerne alleine glücklich zu sein,... denn dann ist dein Partner eine Wahl und keine Qual / Notwendigkeit!

    • Setze dich zuerst mit dir selbst auseinander - bevor DU an eine Partnerschaft denkst - um ein Auto zu fahren ist es ja auch notwendig, sich mit den Verkehrsregeln und ein paar technischen Grundbegriffen auseinanderzusetzen und ein wenig übt - und nur weil man einen Führerschein besitzt kann man noch lange nicht behaupten, ein guter Autofahrer zu sein.
    • Kläre Deine eigenen Elternbeziehungen - denn, wenn hier Bindungsverletzungen bestehen, wirkt sich das sehr schnell negativ auf die Paarbeziehung aus - wie fahren ohne Führerschein und ohne zu wisse, was man da gerade tut.
    • Miteinander Reden!
    • Weiter ist es wichtig, dass es in einer Paarbeziehung auch Freiräume gibt und der jeweilige Freundeskreis sollte in jedem Fall "erhalten" - in Verbindung bleiben.

Beziehungskrisen sind unbewusste Schutzmuster in Partnerschaften!

Und wenn sie gelöst werden können, dann führen sie zumeist in Wachstum und Entwicklung.

Jedes Paar folgt einem unbewussten „Beziehungstanz“ - denn, alles Positive wie auch Schwierige in unserem Elternhaus hat Spuren hinterlassen - Prägung. Das hat uns letztendlich zu der Persönlichkeit gemacht, die wir heute sind. Manchmal bleiben Verletzungen oder Konflikte bis in unser Erwachsenenalter bestehen, und dann hadern wir (oft unbewusst) mit Mutter oder Vater, Tochter oder Sohn oder aber auch, mit unseren Geschwistern. Diese unbewusst ablaufenden Dinge werden dann sehr häufig auf den Beziehungspartner projiziert und führen dann dort zu Konflikten, die mehr oder weniger lösbar sind.

Vom Krieg betroffene Eltern haben derzeit so gut wie alle Paare - zumindest, die, die aktuell in Therapie kommen - und die sogenannten Kriegsenkel sind leider ebenso - stark - betroffen, das ist faktisch. Die NS-Zeit und die durch Frau Haarer verbreiteten Schriften, die bis in die späten 80er und sogar bis zu den frühen 90er Jahren verbreitet wurden zeigen eben heute ihre Auswirkungen und stehen in der vollsten Blütenpracht.

Wir wurden in Beziehung geboren - darin verletzt - und können auch nur wieder durch und in Beziehung gesunden / heilen. Wenn wir uns gerade am Anfang einer Beziehung unter hormonellen Einflüssen befinden, nehmen wir dies oft gar nicht wirklich wahr - erst mit dem Verschwinden der Hormone kommen dann diese Verstrickungen zum Tragen und dann geschieht oft sehr schnell, was passieren musste, es kommt zum Konflikt.

Partnerwahl:

    • Die Elternbeziehung scheint mehr zu bestimmen - WAS - für einen Partner wir uns später aussuchen werden.
    • Die sehr bisher sehr häufig in den Schatten gestellte Geschwisterbeziehung bestimmt später - WIE - wir mit dem Partner umgehen werden (also, wer beim gemeinsamen Spaziergang auf dem Gehsteig geht und wer auf der Straße).

"Paarbeziehungen zu leben ist kein Glücklich bis ans Ende, sondern, mehr ein endloser >>"Kampf"<< ums Glück!"

Und auch bei Trennungen ist es dann eben so, dass es destruktive oder konstruktive Lösungen gibt. Ich selbst habe Beides erlebt - wenn dabei Kinder mit beteiligt sind, dann ist es in jedem Fall destruktiv, wenn die Trennung im Kind dauerhaften Stress verursacht - den es unter allen Umständen zu reduzieren gilt - aber auch für das Paar sollte die Trennung zu einer langfristigen Beruhigung führen. Der "Super-Gau" ist es in jedem Fall, eine negative Lösung für einen destruktiven Konflikt zu erreichen - dass ist es gründlich schief gelaufen - und super schlecht für die Kinder. Eine konstruktive Lösung zu finden, hilft ohnehin IMMER ALLEN BETEILIGTEN. Aufklärung ist auch hier wieder an die individuellen Bedürfnisse angepasst - ein Mittel der Wahl - und die Erfahrung zeigt, dass die Paare (Eltern) das sogar wünschen.

Weitere Infos zum Thema Transgenerationalität und was es mit einem machen kann finden Sie hier:

Vom Wir - zum ICH - Trennung!

Im Falle einer Trennung lässt sich sehr vereinfacht sagen:

    • Die Trennung ist wie ein Zimmer voller aufgewirbeltem Staub.
    • Es dauert einfach, bis dieser sich legt und dann auch geputzt werden kann.
    • Vom "Wir" wieder zurück zum "Ich" - gefühlt-realistische 2-3 Jahre - es dauert einfach, bis man selbst herausgefunden hat, wie man die Beziehung zum EX-Partner neu "aufsetzt" und auch, bis die eigene Reorganisation des eigenen Selbstverständnisses und das eigene Weltbild wieder gefestigt ist.
    • Das Ende einer Partnerschaft beginnt immer im Innen - "Innere Kündigung" und erst dann geht es nach Außen.
    • Häufig entstehen dann sehr heftige Gefühle - das ist natürlich - dennoch heftig.
    • In aller Regel macht es etwas mit einem.
    • Gemeinhin ist es für den, der verlassen wurde etwas schlimmer.
    • Vor der endgültigen Trennung könnte man sich 4-6 Wochen Bedenk- und Reifezeit gönnen und zwar - PRO BEZIEHUNGSJAHR!
    • Aufarbeiten der Trennung auf persönlicher Ebene = Prävention.

KriTheCo - Krisenintervention-Therapie-Coaching

Alexander Weindl

Praxis für Psychotherapie
Traumatherapie & Traumapädagogik
Kinder- und Jugendlichen-Coaching
Elternberatung
Auf der Grundlage des Heilpraktikergesetz
In Altötting seit 2011

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