Trauma & Gesellschaft

"ES GEHT LETZTENDLICH IMMER UM VERANTWORTUNGSÜBERNAHME"

 

Veränderung

geschieht (meist) auf dem Boden emotionaler Erschütterung, welche oft unausweichlich Prozesse aktiviert und bewusst macht - z.B. dass man selbst nicht ohne Schuld / Fehler ist.

Es geht immer darum, die Verantwortung für sein EIGENES:

    • Handeln
    • Denken
    • Tun

zu übernehmen - sonst werden es andere tun was an Freiheit irgendwie vorbei zielen dürfte.

Die Psychotraumatologie ist in der BRD immer noch eine junge Wissenschaft, obwohl sich ihre Wurzeln bis weit in das 19. Jhd. zurück verfolgen lassen und interessante z.T. kontroverse Erkenntnisse und Diskussionen über die psychischen Folgen von traumatischen Lebensereignissen bestanden. So bestand die Kontroverse zwischen den Polaritäten ob es sich dabei um organische oder psychische Folgeerkrankungen handelt, oder ob es sich wenn schon psychisch nicht einfach um Simulation oder gar Betrügerei zwecks Opferentschädigung handelte, oder ein Rentenbegehren. Und natürlich stellt sich die Frage: "Wen, vor wem schützen - und wen unterstützen?"

Obwohl seitdem über ein Jahrhundert vergangen ist, betonen viele Fachleute immer noch den:

    • ödipalen Konflikt
    • die inzestuöse Fantasietätigkeit
    • die unbewussten Wunschfantasien von Kindern

und schauen der Realität der weit verbreiteten gesellschaftlichen und familiären Gewalt nur mit sehr schwerem Herzen ins Auge.

Oft geht es darum - ÜBER ETWAS HINWEGZUSEHEN - so wird es gerne gefordert - was mir persönlich etwas die Nackenhaare gegen den Himmel richtet - was ja dann so viel bedeutet wie, es ist da, aber wir - IGNORIEREN / LEUGNEN - es (aktiv)! Das - SCHLIMMSTE - was man einem "Misshandelten" >>Kind<< antun kann, ist ihm zu sagen, das entspringe alles nur seiner Fantasie! Beispiel: Transgenerationale Weitergabe - Läuft auf unbewusster Ebene ab! „Es ist schier unglaublich, dass das "Deutsche Volk" der Nachkriegszeit noch immer leugnet, dass sie mitbekommen hätten, was in 42.500 Zwangslagern, in denen 15 Millionen Menschen inkarniert waren, vor sich ging…“!!! Ich persönlich habe schneller eingesehen, und bin leichter damit fertig geworden, dass Freiheit ein Gedanke ist und eine Utopie darstellt - als dass ich sowas in meinem Kopf irgendwie begreifen kann... ICH TUE MICH DAMIT SEHR SCHWER!

Eine Gewaltstudie aus dem Jahr 2003/2004 aus Bielefeld, bei der 10.000 deutsche Frauen in einer epidemiologischen Stichprobe befragt wurden, zeigt, dass die Zahlen, je nachdem welche Arten von Gewalterfahrung erhoben wurden, zwischen 35 - 50 % der Frauen in der durchschnittlichen Bevölkerung liegen. Dieses erschreckend große Ausmaß an Gewalt erleben zu einem sehr großen Prozentsatz auch die Kinder mit. Und seit dieser Studie sind weitere 15 Jahre vergangen - ich gehe davon aus, dass diese in der doch recht anspruchsvoll rasanten Zeit, in der wir leben, eher weiter gestiegen sein könnte...

Ich selbst nehme gerne an einer Podiumsdiskussion die vom "Weisser Ring" veranstaltet wird teil. 2017 war das Thema "Häusliche Gewalt" (Frauenhäuser) aktuell. Dieses wurde nun 2018 "Pfoten weg!" (Prävention vor sex. Missbrauch von Kindern) angekündigt, nochmals aufzugreifen. Warum? Weil aktuell die Lage dazu noch so ist, dass sich auch immer mehr Männer melden, die häusliche Gewalt erfahren und Hilfe benötigen - es gibt nur keine oder extrem zu wenige "Männerhäuser". Ja, das ist darauf zurück zu führen, dass es ja  auch Homo-Ehen gibt - aber auch die Gewalt, die von Frauen, gegenüber Männern ausgeübt wird, steigt weiter an.

Dies zeigt, unter anderem auch, wie schwer es ist, solche kollektiven / gesellschaftlichen traumatischen Erlebnisse bewusst wahrzunehmen, wahr zu haben und vor allem allmählich aufzuarbeiten. Hier steht die BRD wohl noch an seinen Anfängen und der Widerstand ist enorm (Homöopathie und Apotheken sollen abgeschafft werden - Wechselmodell wurde am 01.10.2019 vom Rechtsausschuss im Bundestag abgelehnt) - Traumatherapie ist auch weiterhin keine Kassenleistung.

Das Hinterfragen wurde uns systematisch abtrainiert - damit Anpassung steigt!

Wir wurden - leider ist es doch so - es steht doch jedem selbst frei, dies zu beobachten - gesellschaftlich so konditioniert, dass wir aus Angst lieber schweigen, als unsere Bedürfnisse zu benennen - was dann dazu führt, die eigenen Bedürfnisse gleich gänzlich zu ignorieren - wozu auch wahrnehmen, wenn unerwünscht. In der Folge steigt der Konsum, um die unbefriedigten Bedürfnisse zu befriedigen - was leider nur sehr kurz anhält - das ist nun mal bekannt! Das ist, so denke ich, ein gesellschaftliches Problem, dass sich idealerweise hervorragend eignet, um darüber hinwegzusehen.

Betriebliche Übung: "Augen zu und DURCH!"

Dabei ist das Erleben traumatischer Ereignisse, mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit, annehmbar, so alt, wie die Menschheit selbst. Und selbstverständlich gehört das Erleben von einem gewissen Maß an "Traumatisierungen" zur gesunden Entwicklung eines jeden Menschenlebens dazu! - "Oder wie haben Sie das Laufen gelernt"? Schon alte Stammeskulturen wussten, dass Trauma "ansteckend" ist und auch nachfolgenden Generationen die unverarbeiteten Traumatisierungen der Eltern und Großeltern auf vielfältige Weise weitergetragen werden - müssen - mit allen möglichen Auswirkungen auf unser Nervensystem - UNS - unserem Umfeld und dem gesellschaftlichen Miteinander. Epigenetik und Neurowissenschaften lassen zudem erkennen, wie groß dieser Einfluss ist.

Trauma - so könnte man leichtfertig sagen - ist beinahe wie ein alter Hut - was leider total falsch wäre, in meiner Welt. Denn, es ist für mich so aktuell, wie nie zu vor, gerade aufgrund der gesellschaftlichen aktuellen Entwicklung, aber auch, weil die Wissenschaft einfach an Erkenntnisse gelangte - und dennoch wird mit aller Macht und Kraft geleugnet. Trauma ist eben KEIN alter Hut, sondern vielmehr so alt wie die Menschheit selbst und nie in der Geschichte der Menschheit hatte diese größere Chancen als heute! In den letzten 150 Jahren "Psychotraumatologie" war die Wahrnehmung für Traumatisierung und deren Folgen verstärkt da, dann durch Krieg wieder vergessen, geleugnet und verdrängt (weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf!!! - mit gerne darüber hinwegsehen) und kann heute eben aufgrund der Gegebenheiten auf multimodaler Ebene nochmal ganz anders genutzt werden und bietet nie dagewesene Möglichkeiten - weil die Wissenschaft und Technik ein Hinwegsehen nicht mehr zulässt.

Eine Gemeinschaft lauter Gleichgesinnter kann sich nicht entfalten - denen fehlt die Kooperation, denn, die wollen dann ja womöglich alle das Gleiche und werden dann zwangsläufig konkurrieren, statt zu kooperieren! So ist weiterhin die gesunde Mischung einer Gesellschaft anzustreben und es sollten eben dringend "Tabus" (wer immer das im Leben definierte) gebrochen werden DÜRFEN, weil es wohl notwendig ist, dass es (vielleicht, wünschenswert gut) weiter geht / gehen kann. Vielleicht ist es ja schlicht und ergreifend an der Zeit für einen Paradigmenwechsel - gewaltig, aber ohne Gewalt.

Wenn man eine Gesellschaft zur Kooperation bewegen möchte, dann hilft eine ganz einfach Frage weiter:

"Was ist das gemeinsame ANLIEGEN?"

Solche Anliegen können einem dabei in die Wiege fallen - können aber auch gemeinsam erarbeitet und alte Glaubenssätze überdacht werden. Das gilt auch für Paare und sonstige Gruppen. Und einmal anders herum betrachtet: "Wer ruiniert denn die gemeinsame Zukunft?" - offensichtlich Menschen, die ein Problem haben, mit sich selbst und mit der Befriedigung ihrer Bedürfnisse - weil diese von klein auf nie gestillt wurden und sie auch nicht gelernt haben, selbst für diese Befriedigung zu sorgen - ja, ich denke, wir leben die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges in der höchsten Blüte.

Wir leben nun in einer Gesellschaft, von ganz, ganz, vielen solcher Menschen, die leider nie das Gefühl hatten, einfach nur geliebt zu werden - was vielleicht als Elend der Welt bezeichnet werden könnte. Politik ist dabei ein Diener - dieser Gesellschaft - und wenn in so einer Gesellschaft zu viele "verrückt" / BEDÜRFTIG sind, dann dient die Politik eben lauter "Verrückten". Die Bindungsforschung wagt laute Befürchtungen, vor weiteren Ausweitungen dieses Geschehens - in anderen Ländern bereits geschehen. Aktuelle Schlagzeilen behaupten, dass die Gewalt in Kindergärten vom Personal gegenüber der Kinder wieder zunimmt und so weiter und so fort...

Der historische, gesellschaftliche, familiäre, wirtschaftliche, politische Umgang mit erlittenen traumatischen Erlebnissen und Lebenssituationen, nicht nur für den Einzelnen, unterliegt ja - wie wir bereits wissen - nennen wir es doch kurz gesagt, einer gewissen Ignoranz - wieder allem Wissen und zum Trotz jeder Erfahrung. "Augen zu und durch!" - Wirklich, ist das so!? Frühkindliche Traumatisierungen hinterlassen enorme Schäden auf breiter Fläche. Missbrauch und gerade sexueller Missbrauch ist die größte Massen-Menschen-Vernichtungs-Waffe auf diesem Planeten - immerhin wird damit 3x soviel Geld umgesetzt, als mit Rüstungsindustrie - was wiederum keiner wahrhaben will!

Opferschutz ist wichtig - Zuspruch macht Mut! Ein Thema dass mich in meiner Praxis beinahe täglich begleitet. Kinder können sich nicht schützen - sie leiden ein Leben lang. Aber auch Vorbilder braucht das Land. Klar sollen Kinder Respekt vor Ihren Eltern haben, aber noch mehr sollten dies die Eltern vor den Kindern - einen ebensolchen haben (Du sollst Vater und Mutter ehren - auch, wenn sie dich tagtäglich entehren?). Wir brauchen Selbstbewusste Kinder - denn ein Kind das ausreichend selbst bewerten kann - wann es kritisch wird - wird später weniger leicht zum Opfer.

Dr. Eckart von Hirschhausen

"Es gibt ja dieses Klischee - Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz. Wer mit 50 immer noch links ist, hat keinen Verstand. Da ist was dran. Wenn du links bist, bist du tendenziell Idealist. Du musst dir vorstellen, dass es eine bessere Welt geben kann. Du bildest also nicht nur die Welt ab, sondern baust in einem zweiten Areal deines Gehirns eine Gegenwelt auf. Wenn sich durch Alter oder Alkohol die Rechenkapazität im Gehirn reduziert, dann kommt dir die Fähigkeit abhanden, dir vorzustellen, dass es anders sein könnte. Also findest du das, was du vorfindest, automatisch immer besser. Das ist das gleiche Muster, nach dem man sich jemanden in der Kneipe schönsäuft. Man kann sich auch die gesellschaftlichen Verhältnisse schönsaufen."

>>ICH-SEIN<<

„Den Frieden in dir selbst, mit deiner Vergangenheit finden und deine Ausrichtung zu verändern, gibt dir deine Kraft zurück, dein Leben so zu gestalten und zu leben, wie es sich für dich richtig und stimmig anfühlt.

Finde den Frieden in dir selbst, mit deiner Vergangenheit - denn, diese Freiheit ist das Ziel - und finde DEINE AUSRICHTUNG, mit einem Ziel vor Augen, jederzeit bereit, den Kurs zu korrigieren, ohne DEIN ZIEL dabei aus den Augen zu verlieren. Das gibt dir DEINE KRAFT zurück, dein Leben so zu gestalten, und zu leben, wie es sich für DICH richtig und stimmig anfühlt. Vom Überleben zum Leben...

Befreie und kläre dich von dich behindernden:

    • Glaubenssätzen
    • Mustern
    • Verhaltensweisen
    • und Ängsten.
    • Beende das Gefühl Opfer und Getriebener zu sein.
    • Bringe Frieden in die Beziehung zu deinem Vater und deiner Mutter.
    • Löse emotionale Abhängigkeiten, die dich unfrei und manipulierbar machen.
    • Verlasse dein tägliches Hamsterrad – und das, täglich mehrmals und aufs Neue.

Werde Chef in deinem Leben, übernehme selbst das Steuerrad und spüre den liebenswerten, wertvollen und guten >>Kerl<< in dir, für den du ab jetzt selbst sorgen kannst. Entspanne dich und lerne, deinen wichtigen Verstand mit deinem Herzen und deinen Gefühlen in Balance zu bringen, um so vollständig und ganz zu sein.“

>>MENSCH-SEIN<<

Ich persönlich habe im Laufe der Zeit gelernt (wurde gelehrt), Menschen für mich in drei "Typen" einzuteilen:

    1. Menschen, die mich in schwierigen Situationen unterstützt haben.
    2. Menschen, die mich in schwierigen Situationen im Stich gelassen haben.
    3. Menschen, die mich in schwierige Situationen gebracht haben.

Lerne im Leben alleine klar zu kommen, mit dem Wissen, dass dies ohnehin unmöglich ist - denn, wenn es dir schlecht geht, wirst Du von den allermeisten Menschen schlicht und ergreifend einfach verlassen und im Stich gelassen - und Du musst Vieles alleine regeln und bewältigen.

KriTheCo - Krisenintervention-Therapie-Coaching

Alexander Weindl

Praxis für Psychotherapie
Traumatherapie & Traumapädagogik
Kinder- und Jugendlichen-Coaching
Elternberatung
Auf der Grundlage des Heilpraktikergesetz
In Altötting seit 2011

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